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 | Rückblick auf Braubachs Gewerbe |
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Kunstschmied
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Das Bild zeigt den Kunstschmied Otte Mester (Rudolf Ott), in seiner 'Werkstatt in der Neugasse beim Schmieden von Rebenblättern.
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Dinkholder Mühle
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Bereits im Jahre 1277 wird eine Mühle im Dinkholdertal erwähnt. Insgesamt waren in der Folgezeit 13 Mühlen in Braubach in Betrieb. Das Bild wurde 1930 aufgenommen und zeigt die Stötzermühle, später auch Andresmühle. Die Produktivität der Mühlen war nicht sonderlich hoch, denn die erforderliche Wasserkraft war eher dürftig.
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Köhlerei
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Auf dem Bild unten ist eine Köhlerei im Dinkholdertal zu sehen. Köhler war ein Beruf aber dieser ist ausgestorben. Der Köhler stellte Holzkohle her, die früher vor der Steinkohle, in vielen Berufszweigen Verwendung fand. Vor allem die Schmiede brauchten sie. Aus lufttrockenem Holz errichtete der Köhler einen Meiler und ließ innen einen Hohlraum, den Quandel, den er mit leicht entzündbarem Material füllte. Den Meiler dichtete er ab mit einer Schicht aus Erde, Moos und Rasen. Bei etwa 300 bis 350 Grad verschwelte das Holz zu Kohle. Es war ein einsames Geschäft, denn der Köhler errichtete seine Meiler dort, wo das Holz war, also mitten im Wald. Er musste dort wohnen und dabei bleiben, denn sonst erlosch der Meiler oder das Holz verbrannte zu Asche. Es war auch ein schmutziges Geschäft - "Rußwurm" war ein verbreiteter Schimpfname für den Köhler. Und der Ertrag der mühseligen Arbeit war gering. Der Köhler rangierte in der gesellschaftlichen Ordnung ganz unten, und er galt als finsterer Geselle. Nicht nur, weil er von Ruß geschwärzt war, sondern weil viele von ihnen durch die einsame Arbeit zu Sonderlingen wurden. So wurde der Köhler zum Inbegriff des einfältig Gläubigen. Köhlergläubig war einer, den man "verkohlen" konnte.
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1909 eine blühende Stadt
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1909 lebten in Braubach 3.010 Personen in 551 Haushaltungen, davon waren 209 Einwohner Hauseigentümer. Quelle: Richard Bindczeck An Industrie, Handwerk, Gastronomie, und Geschäften waren vorhanden:
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14 Fernsprechanschlüsse.
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16 Agenten beim Gewerbe, vor allem für Versicherungen,
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17 Spezerei- und Kolonialwarenhandlungen,
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11 Bäcker,
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11 Metzger,
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14 Gastwirte,
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12 Näherinnen,
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5 Barbiere und Friseure
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1 Apotheke,
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3 Bauartikelhändler,
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4 Bauunternehmer,
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1 städtische Badeanstalt und einen Bademeister,
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1 Erzbergwerk in der Kerkertserstraße,
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1 Blei- und Silberhütte,
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2 Branntwein-Brennereien,
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1 Buchbindermeister,
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2 Buch-Schreibmaterial-Handlungen,
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3 Büglerinnen,
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3 Dachdecker,
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1 Drechsler,
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2 Eisenwarenhandlungen,
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1 Elektrizitätswerk in der Kerkertserstraße,
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1 Färber,
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7 Flaschenbierhandlungen,
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9 Fuhrleute,
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3 Gärtner,
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1 Geflügelzüchter,
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2 Glasermeister,
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2 Händler (Lebensmittel),
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2 Hebammen,
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1 Hefefabrikant,
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1 Holzformstecherei,
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2 Holzschneider,
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5 Hotels,
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5 Kohlen- und Brennmaterialien-Handlungen,
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2 Konditoreien,
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7 Kurzwarenhandlungen,
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2 Küfer,
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1 Landesprodukte- und Mehlhändler,
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1 Lederhandlung,
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2 Maler,
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5 Manufakturwarenhandlungen,
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2 Materialwarenhandlungen,
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5 Maurer,
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3 Mineralwasser-Händler,
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3 Möbelhändler,
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4 Müller,
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3 Obst- und Gemüsehändler,
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5 Pensionsinhaber,
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3 Photographen,
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1 Prozessagent und Rechtskonsulent,
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2 Puppenmacher,
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8 Putz- und Modewarenhandlungen,
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1 Sandbaggerei,
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2 Sattler,
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3 Schlosser,
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2 Schmiede,
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6 Schneider,
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1 Schornsteinfegermeister,
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2 Schreibmaterialien-Handlungen,
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9 Schreiner,
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8 Schuhmacher,
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4 Schuhwarenhandlungen,
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1 Spediteur,
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4 Spengler,
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3 Spielwarenhandlungen,
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1 Tapetenhandlung,
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3 Tapezierer,
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8 Tüncher,
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2 Uhrmacher,
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1 Vorschussverein,
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6 Wagner,
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5 Weinhändler,
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5 Wollwarenhandlungen,
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3 Zimmerermeister,
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Im Jahre 1928 erschien ein Wanderführer von Braubach, in dem die unten stehenden Gewerbetreibenden inserierten.
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Anzeigen von 1928
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Weitere Anzeigen findest du in der Winzerfestzeitung. Klicke hier: > Anzeigen <
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Steinmetz Albert und Hermann Dressler
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Das linke Bild zeigt den Steinmetz Alber Dressler.
Albert Dressler schuf in den Jahren 1933/34 in den Rheinanlagen den Rosenbrunnen. Dieser passte sich hervorragend der Rosenanlagen von Johann Dennert an.
Der Sohn von Albert Dressler, Hermann Dressler wurde ebenfalls Steinmetz und fertigte 1960 den Weinbrunnen in der Unteralleestrasse. |
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Gezeigt werden hier ein paar Hotels, Gaststätten und Unterkünfte, die entweder nicht mehr existieren oder ihr Aussehen verändert haben. Die Auswahl ist nicht vollständig.
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Hotel Hammer um 1911 |
Hotel Rheinufer |
Hotel Kaiserhof |
Hotel Rheinberg |
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Gasthaus zum Felsenkeller |
Weinstube Chr. Volk |
Pension Rheingold |
Hotel Deutsches Haus |
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Gasthaus und Bäckerei zur Marksburg |
Hotel Rheintal |
Jugendherberge |
Zu den vier Jahreszeiten |
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Gasthaus "Zum singenden Wirt" |
Christliches Erholungsheim |
Gasthaus zur Traube |
Gasthaus zur schönen Aussicht |
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Banken in Braubach
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Den Geldverkehr regelte bis zur Eröffnung der Volksbank 1937 deren Vorläufer der "Vorschussverein", der 1863 gegründet und in der Unteren Alleestraße ansässig war. Heute sind in Braubach zwei Banken vertreten: die Volksbank und die Nassauische Sparkasse. Als erste Bank war die Volksbank in der Wilhelmstrasse 1, bis sie die alte Schule übernahm und an deren Stelle ein neues eigenes Gebäude errichtete. Bild unten: Werbung in einem Wanderführer von 1930.
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Negative Veränderungen
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Leider haben die Supermärkte die ganze Einzelhandelstruktur in den Städten zerstört, so auch in Braubach. Sogenannte Tante Emma Läden, Handwerksbetriebe und Fachgeschäfte mussten wegen Umsatzmangel schließen. Die viel versprechenden Werbesprüche: "Immer auf der Seite der Verbraucher" haben den Konsumenten geblendet. Heute musst du etliche Kilometer zum Einkauf für Lebensmittel und ganz alltägliche Haushaltsartikel fahren. Der Besitz eines Autos wird vorausgesetzt. Brauchst du nur eine Schraube, nur zwei Nägel, hast du ein Paket mit 100 Stück am Hals. Reparatur eines Gerätes? Wegwerfen, Neukaufen!
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Positive Veränderungen
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Vor dem Neubau der Drogerie war an dieser Stelle eine Tankstelle und mehrere kleine Lagerschuppen. Für das Zentrum der Stadt bot dieser Anblick kein schönes Bild. |
Die Drogerie Weimer errichtete in der Rheinstrasse, ein zum Ortsbild passendes Geschäftshaus. Heute befindet sich dort das Cafe Marksburg mit einer neuen Bäckerei. |
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Im Ortsmittelpunkt fehlt doch noch was? |
Das Cafe an der Ecke bereichert das Stadbild. |
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